Gestern zog noch eine gefühlte Hundertschaft von Reinigungskräften durch die beeindruckende Hotelanlage, heute findet am Abend im Kreise von Nachbarn und Gästen die inoffizielle Eröffnung im neuen Schwarz statt.

Morgen – am Sonntag, den 1. Juli – treffen die Premieren-Gäste ein. Die weiteste Anreise dürfte vermutlich ein Gast aus New York haben. Franz-Josef Pirktl hält den Ball flach: „Unsere Stammgäste kommen mehrheitlich aus Deutschland, der Schweiz und den Benelux-Ländern.“ Das bestätigen wahrgenommene Sprachen in der Hotel-Lobby.

„Während die einen noch putzen, bemühen sich andere um die finale Fertigstellung unseres neuen Stammhauses“, sagt Franz-Josef Pirktl im Gespräch mit Mieming.online. Der Juniorchef im Schwarz Alpenresort macht einen erleichterten Eindruck. „Die Anspannung der vergangenen Tage weicht allmählich dem Gefühl des sich Wohlfühlens.“

Die Stimmung unter allen Beschäftigten ist gut. Könnte gar nicht besser sein. Ein Stammgast aus der Schweiz lobt begeistert die Atmosphäre: „Trotz des Zeitdrucks schaut es so aus als wären alle in froher Erwartung eines großen fröhlichen Festes.“ Wir kommen ins Gespräch und erfahren, dass der freundliche Schweizer „mindestens dreimal pro Jahr im Schwarz wohnt und das schon seit zwanzig Jahren.“

Gekommen, um bei der Eröffnung des neuen Schwarz‘ mit Familie und Freunden dabei sein zu können. „Wir schätzen die Gastfreundschaft hier im Hotel. Und immer, wenn wir im Familienkreis alternative Reiseziele diskutieren, bekommt letztlich das Schwarz den Zuschlag.“

Das Alpenresort Schwarz blickt auf eine bewegte Vergangenheit und eine lange Tradition zurück. In der Hauschronik ist das nachzulesen: „Ende des 19. Jahrhunderts kommt das Stammhaus des Hotels, ein 1694 erbautes Herrenhaus, in den Besitz der Geschwister Schwarz. Die zwei ledigen Damen bleiben kinderlos. Deshalb vererben sie das Anwesen dem Neffen Franz Pirktl. Er war der Vater des heutigen Seniorchefs Franz Pirktl. Der Name „Schwarz“ bleibt bestehen.“ Im Tiroler Tourismus und in der österreichischen Hotellerie ist „Schwarz“ längst eine Marke. Sie steht für Qualität und Innovation.

Die Restaurantstube „1694“ ist der Geschichte des über 320 Jahre alten Hauses gewidmet. Sein Besitz geht auf die Familie Hirn zurück, die zu jener Zeit im Gaistal ihr Geld in der Holzwirtschaft verdiente. Und was der Bergwald noch heute hergibt, zeigt das „neue Schwarz“ zum Greifen nah. Holz ist vorherrschender Baustoff.

Zum neuen Restaurantbereich gehören insgesamt acht unterschiedlich gestaltete Stuben. Im „Buchladen“ räumt gerade die fest angestellte Journalistin und Hotel-Bloggerin Isabel Hörmann Bücher ein. Beim Essen und einem guten Glas Wein über Bücher reden? – „Lesen ist wieder im Trend“, erzählt Isabel. „Zum guten Essen bieten wir in diesem Raum Bücher aus aller Welt an.“ Für Leseratten im Alter von 10 Jahren aufwärts. Bestseller, Klassiker, Sachbücher, Fantasy bzw. Science-Fiction.

Das Angebot ist wohl sortiert. „Die Wünsche unserer Gäste werden vom Schwarz-Team wahrgenommen.“ Das heißt, je differenzierter die Nachfrage, umso vielseitiger das wachsende Literaturangebot.

In den nach allen Seiten offenen „Buchladen“ schickt uns Sommelier Christian Auer eine Flaschenpost. Mit seinem fleißigen Team räumt er im Wein-Shop, gleich nebenan, hochwertige und zum Teil limitierte Wein-Raritäten in die Regale. „Die kommen aus den allerbesten Weinlagen dieser Welt“, sagt er scheinbar beiläufig. „Beispielsweise aus der Domaine de la Romanée-Conti im französischen Burgund.  Ein flüchtiger Blick über die bereits eingeräumten Weine verrät dem Kenner, hier geht es ausschließlich um Qualitätsweine.

Für den direkten Verbrauch lagern allein im neuen Schwarz-Restaurant 4000 Flaschen.

Christian Auer: „80% der Qualitätsweine sind aus Österreich, 20% stammen aus Italien, Frankreich und aus der „Neuen Welt.“ Viele hochwertige Weine, beispielsweise aus dem Hause Sassicaia oder Château d’Yquem werden bei uns aber auch glasweise angeboten. „Und man kann sie kaufen. Darunter auch Weine der weltberühmten Weingüter wie Pétrus, Margaux oder dem legendären Château Mouton Rothschild. „Einzeln verpackt oder in der Kiste aus Holz mit dem Wappen des jeweiligen Winzers“, sagt der Sommelier. „Es gehört selbstverständlich zum Hausservice, dass wir die gekauften Weine beim Käufer daheim ausliefern. Deshalb ist der Begriff »Flaschenpost« gar nicht so abwegig.“

Inmitten des kulinarischen Bereiches der Schwarz-Restaurants ist für alle, an den rund 150 Tischen, sichtbar eine „Kochinsel“. Rund herum kreativ gestaltete Bereiche wie den „Gemüsekorb“, die „Backstube“ oder die „Feststube“. 

„In der Feststube darf in Gesellschaft gefeiert werden.“ Katharina Pirktl zeigt uns den Weg. „Mit Blick auf das Umfeld und dem Gast zugewandten Service.“

Überall duftet es nach wertvollen Hölzern und fein gewebten Stoffen in zeitgemäßer Ausstattung. Es gibt viel zu schauen. Wo der Blick hinfällt, fließt Wasser. Sorgen Wände aus gehauenem Stein alpiner Höhen für ein authentisches Raumklima. „Greifbar nah sind die Mieminger Berge“, sagt Katharina. „Wir möchten, dass man das hier spürt.“

„Mir gefällt“, sagt uns Eberhard Hauff, „dass man um diesen modernen Hotelkomplex mit Golfpark das ländliche Umfeld erhalten hat. Das uralte Backhaus bei der Josefs-Kapelle mit einem Bauernhof. Im Umfeld bewirtschaftetes Ackerland und den Vorberg zur Hochalm im Felderertal. Jenseits der Mieminger Kette. Das gibt es im Umfeld von Großstädten nicht. Die gewachsenen Strukturen der Tiroler Kulturlandschaft zeigen hier vorbildlich, was sie im Vergleich so drauf haben.“

Hauff hat als Filmregisseur und langjähriger Leiter des Münchner Filmfestes in den schönsten Hotels dieser Welt gewohnt. Seine Einschätzung hat Gewicht.

Vor dem Hotel schwingt Seniorchefin Martha Pirktl das Zepter. Sie verantwortet die Gestaltung von Garten und Grünanlagen. „Niemand könnte das besser als Martha“, sagt ein Gärtner des Gartenbauunternehmens Kerschdorfer aus dem Tiroler Zillertal. Damit schon morgen alles so ausschaut, als wäre es schon immer dagewesen, kommt viel frisches Wasser zum Einsatz.

Der Blick auf die Uhr verrät, es wird langsam ernst. IT-Spezialisten testen die Funktionsfähigkeit der hoch-sensiblen Geräte in den Restaurants, Techniker führen Buch. „Ob wirklich alles funktioniert, erfahren wir erst am Abend unter Realbedingungen“, sagt Franz-Josef Pirktl. „Da gibt es Vieles, was wir nur bei voll besetzem Haus testen können.“

Gelegenheit dazu bietet sich zum ersten Probelauf an. Samstag, 30. Juni 2018. „Exklusiv zur kleinen Eröffnung geladen sind Gäste unseres Hauses, die schon seit einer Woche hier sind und unsere unmittelbaren Nachbarn. Ihnen möchte meine Familie für Verständnis und Geduld während der Bauphase danke sagten.“

Am Sonntag, dem 1. Juli reisen die neuen Gäste an. Sie sind die ersten Bewohner der neuen Einzel- und Doppelzimmer. Freuen dürfen sie sich auf höchsten Wohnkomfort. Mit persönlicher Sauna auf dem eigenen Balkon und kurzen Wegen zum neuen Pool über dem Restaurantbereich.

Anna Reiner (zuständig für Marketing/Events) zeigt uns die Gästezimmer im neuen Alpenresort Schwarz. Auf unserem Weg treffen wir routinierte Hotelfachkräfte, die alles prüfen. „Das muss passen“, sagt Anna, die uns mit ihrer Karte Einlass ins Allerheiligste gewährt. „Das Housekeeping-Team hat dafür den richtigen Blick. Morgen ist die Geschäftsleitung mit dabei. Wir möchten, dass sich unsere Gäste schon nach dem Ankommen rundum wohlfühlen.“

Unsere Fotos lichten Momentaufnahmen vor dem Eröffnungstag ab. Morgen zeigen wir Euch, wie es „in echt“ ausschaut.

Weblink: Schwarz Alpenresort

Fotos: Knut Kuckel

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